Konfliktgespräche führen

souverän, fair und lösungsorientiert

Eine große Falle in Streitgesprächen ist die Art und Weise, wie wir mit unseren Gefühlen umgehen und vor allem, wie wir sie ausdrücken. Da gibt es einige Missverständnisse. Ich nenne sie die drei Irrtümer im Umgang mit Gefühlen.

Du lernst hier neun Bedingungen für ein besseres Paarleben kennen, die Michael Lukas Moeller in seinem Buch "Gelegenheit macht Liebe. Glücksbedingungen in der Partnerschaft" beschreibt.

In Konfliktgesprächen ist es sehr verlo­ckend, das Gegenüber abzuwerten. Der Konfliktpartner wird lächerlich gemacht und die gegne­rische Position verdreht und übertrieben darge­stellt. Genau das ist Öl ins Feuer. Deshalb ist der erste Schritt zu erfolg­reichen Konfliktgesprächen, Abwertungen zu erkennen und zu vermeiden.

Konflikte gibt es immer dann, wenn eine Person sich darauf versteift, dass ihr Bedürfnis das berech­tigtere ist und sie sich durch­zu­setzen versucht. In der fairen Kommunikation ist es deshalb sehr wichtig, das eigene unbefrie­digte Bedürfnis auszu­drücken statt das "Fehlverhalten" bzw. "falsche" Bedürfnis unseres Gegenübers zu ahnden.

Typisch für ein Konfliktgespräch ist, dass wir in solchen Momenten in der Regel keine guten Zuhörer sind. Man könnte sogar sagen, Streiten und Zuhören schließen sich aus. Doch gerade in solchen Momenten des Uneinigseins brauchst du die Fähigkeit zur Einfühlung dringender denn je.
(Überarbeitet am 15.4.2023)

Ein simpler Test zeigt: Wie ein Paar mitein­ander redet und wie bereit­willig sie Vorschläge des Partners aufgreifen, sagt viel darüber aus, wie glücklich sie mitein­ander in ihrer Beziehung sind.